Publikationen im Wandel der Zeit

Die Achse scheint sich immer ein wenig schneller zu drehen, Technologien entwickeln sich rasanter, die Zukunft rückt näher – so scheint es. Wie jede andere Branche auch, so muss das Verlagswesen sich der Wandlung stellen und sowohl die neuen Kommunikationswege als auch die neuen Medien für sich nutzen, um die Zielgruppen effizient zu erreichen. Um verstehen zu können, welche Hintergründe für Zeitschriften, Magazine und Co eine Rolle spielen, ist ein Blick in die Entstehung und Entwicklung der diversen Medien interessant und hilfreich: Von den ersten Höhlenmalereien nahm diese Form der Kommunikation einen langen Weg bis zum Onlinemagazin von heute, die Entwicklung des Buchdrucks war für den Siegeszug und die allgemeine Verbreitung signifikant und wird in der heutigen Zeit ergänzt durch die virtuellen Medien. Ergänzt? Oder gar abgelöst? Die Entwicklung des mobilen Internets nimmt hier wohl eine Schlüsselposition ein – wie muss man sich den zukünftigen Konsumenten vorstellen? Gibt es einen Unterschied zwischen dem Interesse an Boulevardmagazinen und einem ganz spezifisch interessierten Fachpublikum?

2,5 Millionen Menschen – und damit doppelt so viele wie im Vorjahr  – nutzen im Jahre 2012 über ihr Handy oder einen tablet PC und den Zugriff über sogenannte Applikationen (Apps) das virtuelle Angebot von Magazinen, Fachmedien und Boulevardpublikationen – zunehmend sogar kostenpflichtig. Ein exponentielles Wachstum dieser Entwicklung ist vorherzusehen, so dass sowohl Verlage als auch Konsumenten vor immer neuen Herausforderungen und Angeboten stehen – und damit auch vor neuen Möglichkeiten, Visionen von neuen Unterhaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten beflügeln die Phantasie – dennoch steht nicht zu befürchten, dass die Inhalte unter einer Art Vergnügungssucht zu leiden hätten: der internetaffine Zeitschriftenkonsument sieht eine klare Abgrenzung von Beiträgen aus Blogs, Twitter und Co. Und sorgfältig recherchierten Artikeln in Zeitschriften und vor Allem in Fachmagazinen – Spezialisierung und Content ist immer noch Trumpf und wird wohl zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen. Denn obwohl zum Teil sogar wirklich hochwertige Informationen im Netz auffindbar sind, so ist doch die Aufbereitung durch kompetente Fachleute die Crux, die unsere wertvolle Zeit spart und uns schlussendlich einen Wert schafft, der unbezahlbar ist. Schnelllebigkeit braucht Kompetenz.

Die Entstehung, Entwicklung und zukünftige Betrachtung der Zeitschriften kann unter www.fachzeitungen.de/zeitschriften-zeitgeschichte ausführlich nachgelesen werden.

 

Andrea Boz

Mönchengladbach

Bücher-Literatur.


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