Virusgrippe Influenza, Tipps und Hinweise für Jedermann

Unter dem Begriff Grippe werden in der Regel alle erdenklichen Arten der Erkältungskrankheiten zusammengefasst. Bei der Virusgrippe (Influenza) handelt es sich jedoch um eine, besonders in den Wintermonaten auftretende Viruserkrankung, die mit den Symptomen einer Erkältung oder eines grippalen Infektes wenig gemein hat.

Im Volksmund wird die Influenza Virusgrippe auch als „echte Grippe“ oder „saisonale Grippe“ bezeichnet, da sie in der Regel in den Wintermonaten auftritt.

Im Gegensatz zu normalen Erkältungskrankheiten kann die Virusgruppe Influenza über einen sehr heftigen Verlauf verfügen und für den Erkrankten unter Umständen sogar lebensbedrohliche Folgen haben.

Da die Virusgrippe durch unterschiedliche Virusarten ausgelöst wird, kann es große Unterschiede hinsichtlich der Schwere und des Verlaufes geben.

Die drei Virus-Gattungen werden in Influenza A, Influenza B und Influenza C untergliedert, die sich vor allem in der Form ihrer Oberfläche unterscheiden.

Besonders gefährlich ist der Influenzavirus des Typs A, da dieser auf der ganzen Welt verbreitet ist und sich die Oberfläche des Virus laufend verändern kann. Aufgrund dieser Tatsache, ist es für die körperliche Abwehr schwierig, den Virus zu erkennen und Abwehrreaktionen in Gang zu setzen. Hieraus entstehen jedes Jahr wieder Influenza-Epidemien, die vor allem zwischen November und April auftreten und große Menschenmassen infizieren.

Pandemien, die sich über ganze Länder oder Kontinente ausbreiten, treten bei der Virusgrippe Influenza eher selten auf. Im letzten Jahrhundert ist es dreimal zu einer Influenza-Pandemie gekommen. Die erste Pandemie trat im Jahr 1918 auf und ist Ihnen sicher unter dem Namen „Spanische Grippe“ ein Begriff. Damals fielen der Viruserkrankung weltweit zwischen 20 bis 50 Millionen Menschen zum Opfer.

1957 machte die Asiatische Grippe Schlagzeilen, als es weltweit zu ein bis zwei Millionen Todesopfern infolge der Viruserkrankung kam. Nur wenige Jahre später sorgte die Hongkong-Grippe für Angst und Schrecken, die immerhin etwa 800.000 Menschenleben forderte. Aufgrund dieser hohen Opferzahlen, ist die Virusgrippe Influenza bis heute sehr gefürchtet, obwohl die Behandlungsmaßnahmen deutlich besser sind als zu damaligen Zeiten. Auch hierauf möchten wir in dem ausführlichen Artikel zu sprechen kommen.

Die echte Virusgrippe wird durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen und verläuft trotz der Oberflächenveränderung des Virus bei rund 80% der Infizierten ohne weitere Komplikationen. Gefährdet sind jedoch chronisch Kranke sowie ältere Menschen, die über ein geschwächtes Immunsystem verfügen.

Wir möchten Sie auf den folgenden Seiten über die Ansteckung mit dem Influenzavirus sowie deren möglichen Folgen informieren und Ihnen aufzeigen, welche vorbeugenden Maßnahmen Sie ergreifen können, um sich vor der Virusgrippe zu schützen.

 

Entstehung und Übertragung der Influenza Grippeviren

Die Virusgrippe wird durch die Grippeviren A, B oder C ausgelöst. Besonders durch eine Infektion mit den Virusarten A und B kann es zu schweren Atemwegserkrankungen kommen. Das Influenzavirus der Gattung C löst bei Erwachsenen und Kindern lediglich leichte Krankheitssymptome aus, die oftmals von dem Infizierten nicht einmal bemerkt werden.

Die Viren sind lediglich wenige Tausendstel Millimeter groß und werden über eine Tröpfcheninfektion beim Atmen, Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Die Grippeviren befallen die Nasenschleimhäute und können sich dort vermehren und so für den Krankheitsausbruch sorgen. Neben der Tröpfcheninfektion kommt außerdem eine Schmierinfektion in Frage. Diese kann aufgrund von verunreinigten Flächen, wie zum Beispiel Türklinken, Treppengelände, Arbeitsflächen oder anderen Gegenständen, erfolgen. Besonders hoch ist das Risiko einer Ansteckung, wenn sich eine größere Anzahl von Menschen in einem Raum befindet. Gleiches gilt für das Händeschütteln oder Küssen von Personen, die mit Grippeviren infiziert sind.

Außerhalb des Körpers können die Grippeviren über mehrere Stunden überleben, bei niedrigen Temperaturen sogar noch länger. Dies wirkt sich ungünstig auf die Ansteckungsgefahr aus, denn selbst dann, wenn eine Türklinke mehrere Stunden nach der Verunreinigung berührt wird, kann dies eine hohe Ansteckungsgefahr bedeuten. Besonders hoch ist die Gefahr der Ansteckung, wenn anschließend mit der Hand die Nase berührt wird.

Nach dem Kontakt siedeln sich die Influenzaviren in den oberen Atemwegen an, sorgen von dort aus für eine Ausbreitung der Viren und lassen die Influenza entfachen.

 

Die Inkubationszeit und erste Symptome

Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Krankheitssymptome der Grippe können wenige Stunden bis drei Tage vergehen. Dieses Zeitfenster wird als Inkubationszeit bezeichnet. Wichtig zu wissen ist, dass die Influenza sofort nach dem Kontakt mit dem Grippevirus ansteckend ist, somit bereits dann, wenn der Infizierte selbst noch nichts von der drohenden Grippeerkrankung weiß. Im Falle einer Grippeerkrankung können Grippeviren auch dann übertragen werden, wenn der Erkrankte sich bereits wieder besser fühlt. Diese Ansteckungsgefahr besteht zwischen drei und fünf Tagen nach der Genesung. Bei Kindern besteht eine verlängerte Phase der Ansteckung. Diese können die Erreger sogar bis zu sieben Tage nach der Genesung an ihre Umgebung weitergeben.

Es ist möglich, dass sich die Virusgrippe (Influenza) durch sehr unterschiedliche Symptome bemerkbar macht. Die Influenza kann sehr leichte Anzeichen einer Grippe aufweisen, die beinahe unbemerkt verlaufen, ebenso kann es zu sehr schwerwiegenden Symptomen kommen, die einen tödlichen Verlauf nach sich ziehen. In der Regel bricht die Virusgrippe (Influenza) binnen drei Tagen nach der Infektion aus. In diesem Zeitfenster vermehren sich die Grippeviren, die meist dem Virustyp A entspringen und sich in den Zellen der Schleimhäute im Mund-Nase-Rachen-Raum vermehren.

In der Anfangsphase ist die Virusgrippe (Influenza) kaum von einer Erkältung, dem so genannten grippalen Infekt, zu unterscheiden. Während des ersten Krankheitsverlaufes finden sich jedoch große Unterschiede, die vor allem die Schwere des Verlaufes kennzeichnen.

Ein besonderes Kennzeichen der Virusgrippe (Influenza) ist, dass es meist ohne Vorzeichen zu den ersten schweren Symptomen kommt. Oftmals treten gleich mehrere Krankheitszeichen gleichzeitig auf und diese weisen einen sehr intensiven Verlauf auf.

Hierzu gehören beispielsweise ein plötzlich auftretendes hohes Fieber mit Temperaturen zwischen 39°C und 41°C, das schlagartig mit heftigem Schnupfen (Rhinitis) und einer Rachenentzündung (Pharyngitis) einhergeht. In der Regel hält das hohe Fieber mehrere Tage lang an. Da sich die Grippeviren in den oberen Atemwegen entwickeln und dort vermehren, kommt es bei der „echten“ Grippe zu weiteren Begleiterscheinungen wie Reizhusten, tränenden Augen, Heiserkeit, Schmerzen in der Brust (meist hinter dem Brustbein) sowie Halsschmerzen.

Hinzu kommen Symptome, die wir auch von einem gewöhnlichen grippalen Infekt kennen. Hierzu gehören:

Schüttelfrost, vermehrtes Schwitzen sowie Schweißausbrüche, Schmerzen im Bereich der Muskeln, starke Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Anschwellen der Lymphknoten am Hals, Übelkeit sowie Appetitlosigkeit.

Die „echte Grippe“ zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Erkrankten sehr krank und geschwächt fühlen. Aufgrund der körperlichen Schwäche kann es leicht zu zusätzlichen bakteriellen Infektionen kommen, die das Krankheitsbild verstärken.

Aus diesem Grund kommt es recht häufig vor, dass es im Rahmen der Virusgrippe zusätzlich zu Entzündungen des Nervensystems oder zu einer Lungenentzündung (Pneumonie) oder Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kommt. Nicht selten sind diese so genannten Sekundärinfektionen gefährlicher als die eigentliche Virusgrippe und ist häufig  für die recht hohe Anzahl der Todesopfer verantwortlich.

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Diagnose der Virusgrippe (Influenza)

Aufgrund der Schwere der Symptome gehen die meisten Erkrankten in der Regel zum Arzt. Dieser wird bei der körperlichen Untersuchung eine Anamnese erstellen und den Erkrankten Fragen zum bisherigen Verlauf stellen. Meist reicht das klinische Erscheinungsbild der Untersuchung aus, um die echte Virusgrippe (Influenza) nachzuweisen, da der Verlauf, die Anzahl und Schwere der Symptome Aufschluss geben. Allerdings kann auch ein gewöhnlicher grippaler Infekt einen schweren Verlauf aufweisen, so dass der Nachweis einer echten Virusgrippe unter Umständen schwierig sein kann. Da die Influenza meist in den Herbst- und Wintermonaten auftritt und es dann zu einer wahren Erkrankungswelle kommt, wird der Arzt jedoch keine Probleme haben, den Verdacht der Virusgrippe zu bestätigen.

Zusätzlich kann ein Abstrich der oberen Atemwege Aufschluss darüber geben, ob es sich um eine Virusgrippe (Influenza) oder um einen grippalen Infekt handelt. Allerdings wird der Arzt zunächst eine Therapie einleiten und nicht erst das Ergebnis der Laboruntersuchung abwarten, denn bei der Influenza steht die Linderung der Symptome im Vordergrund und im Falle eines unkomplizierten Verlaufes wird der Arzt auf eine labortechnische Untersuchung des Abstriches vermutlich ganz verzichten. Der Nachweis des Virus ist für die Behandlung somit eher unwichtig und spielt eine weniger wichtige Rolle.

 

Der labortechnische Nachweis der Virusgrippe (Influenza)

Obwohl der labortechnische Nachweis der Virusgrippe (Influenza) keine Auswirkungen auf die Behandlung und Linderung der Erkrankung hat, ist es in Deutschland und den europäischen Nachbarländern üblich, die Influenza im Labor nachzuweisen. Dies hat vor allem epidemiologische Gründe, da die Gesundheitsämter zur Erstellung von Statistiken genaue Daten benötigen. Dies zielt auch darauf ab, neue Grippewellen frühzeitig nachzuweisen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen, wie es beispielsweise bei der Schweinegrippe-Welle der Fall war. Im Jahre 2009 wurde bereits eine Meldepflicht für den Verdacht einer Schweinegrippe eingeführt.

Um den Grippevirus nachweisen zu können, wird ein Abstrich vom Sekret der Nasen- und Rachenschleimhaut angefertigt. Hierzu wird mit zwei langen Wattestäbchen etwas Sekret aus der Nase und dem Rachen entnommen und zum Labor gesandt. Bei der labortechnischen Untersuchung kann der Virus-Stamm klassifiziert werden und dient statistischen Zwecken. Mittlerweile kommen auch Influenza-Schnelltests zum Einsatz. Diese können binnen 15 Minuten nachweisen, ob es sich um eine Virusgrippe des Typs A oder B handelt. Da diese Schnelltests jedoch eine recht hohe Fehlerquote aufweisen, werden sie nur sehr selten durchgeführt. Meist wird die lindernde Therapie mit Hilfe von Medikamenten sofort eingeleitet und auf einen Grippevirus-Test verzichtet.

Manchmal kommt es zu ungewöhnlich langen Verläufen der Erkrankung oder Komplikationen. Besteht der Verdacht auf eine Lungenentzündung (Pneumonie) werden in der Regel Röntgenaufnahmen vom Brustkorb sowie zusätzliche Blutuntersuchungen durchgeführt. Um Folgeerkrankungen der Atemwege zu vermeiden, ist es recht häufig üblich, eine Lungenfunktionsprüfung, Lungenspiegelung (Bronchoskopie) oder Computertomographie durchzuführen. Diese speziellen Vorsichtsmaßnahmen erfolgen  besonders dann, wenn der Erkrankte bereits unter einer zuvor bestehenden Lungenerkrankung gelitten hat. Hierbei stehen die Untersuchung der oberen Atemwege, der Bronchien und der Lungen im Vordergrund.

 

Komplikationen der Virusgrippe (Influenza)

Bei einem „normalen Verlauf“, der üblicher Weise vorzufinden ist, sind keine weiteren Komplikationen der Virusgrippe (Influenza) zu erwarten. Doch leider gibt es verschiedene Vorkommnisse, die den Verlauf und die Genesungsphase deutlich beeinflussen und erschweren.

Wie wir nun in den vorangegangenen Artikeln erfahren haben, wird die Influenza durch den Influenzavirus A, B oder C ausgelöst, wobei die beiden erstgenannten die weitaus stärkeren Symptome auslösen, während der Grippevirus C kaum oder keine Beschwerden verursacht.

Für einen gesunden Erwachsenen stellt der Influenzavirus an sich kein großes Risiko dar  und der Erkrankte würde nach einigen Tagen der körperlichen Schonung genesen.

Komplikationen treten meist dann auf, wenn es neben dem eigentlichen Grippevirus zu einer bakteriellen Infektion kommt. Für Komplikationen der Virusgrippe sorgen am häufigsten folgende Bakterien: Haemophilus influenzae (Pfeiffer-Bakterium), Staphylokokken, Streptokokken und Pneumokokken.

Diese genannten Bakterien können eine so genannte Sekundärinfektion auslösen. Da der menschliche Organismus aufgrund der Virusinfektion bereits geschwächt ist, können Bakterien dem Erkrankten schwer zu schaffen machen.

Als mögliche Folge einer bakteriellen Zweitinfektion kommen eine Lungenentzündung (Pneumonie), Mittelohrentzündung (Otitis media) oder Herzmuskelentzündung (Myokarditis) in Betracht. Weiterhin besteht die Gefahr, dass es durch diese genannten Zweitinfektionen zu weiteren Folgeerkrankungen kommt. So kann es beispielsweise zu Abszessen in der Lunge kommen, aber ebenso sind schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Lungenoedeme oder ein lebensbedrohlicher Kreislaufschock möglich. Gehäuft treten auch Gehirnentzündungen (Enzephalitis) auf, die über einen lebensbedrohlichen Verlauf verfügen können. Nicht selten erkranken Kinder an der schweren Gehirnentzündung.

Die Schwere der Auswirkungen aufgrund einer bakteriellen Sekundärinfektion hängt im Wesentlichen vom Gesundheitszustand des Erkrankten ab. Menschen, mit einem starken Immunsystem brauchen in der Regel keine schwerwiegenden Folgeschäden zu befürchten. Von dauerhaften Folgeerkrankungen sind meist Personen betroffen, die ein geschwächtes Abwehrsystem besitzen oder bereits eine chronische Vorerkrankung, wie zum Beispiel Asthma bronchiale, hatten.

Zu den Risiko-Patienten gehören ebenfalls Kleinkinder, ältere Menschen sowie Frauen während der Schwangerschaft oder Stillzeit. Auf die Risikogruppen kommen wir in einem gesonderten Kapitel noch einmal zurück.

 

Risiko: Das Reye Syndrom!

Das Reye Syndrom zählt zu den ernstzunehmenden Komplikationen, die vor allem für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren eine Gefahr darstellt. Es handelt sich beim Reye Syndrom um eine akute Erkrankung, die eine Schädigung des Gehirns (Enzephalopathie) sowie eine fettige Degeneration der Leber auslösen kann. Rund 25% der Reye Syndrom Fälle besitzen einen tödlichen Verlauf. Bei rund 30% der Erkrankten treten schwere neurologische Störungen auf. Auffällig hierbei ist, dass das Reye Syndrom in verschiedene Stadien mit sehr unterschiedlichen Verläufen untergliedert werden kann.

Im Verlauf können leichte Sprach- und Lernschwierigkeiten auftreten, aber auch schwerste Erkrankungen, wobei die Kinder von Krämpfen geplagt werden und im fortschreitenden Verlauf ins Koma fallen. Bei fast 60% der Kinder kommt es zu schweren Komplikationen, wie der Entwicklung eines Hirnödems, das dem schwerwiegendsten Stadium entspricht.

 

Vorsicht!!! Das Reye Syndrom tritt gehäuft bei Influenza-B-Infektionen in Verbindung mit der Einnahme von Acetylsalicylsäure (Aspirin) auf. Besonders betroffen sind Kinder zwischen dem vierten und neunten Lebensjahr, die mit Aspirin bei Influenza B behandelt wurden. Seitdem bekannt wurde, dass hier ein Zusammenhang besteht, wird ausdrücklich vor der Einnahme von Aspirin bei Kindern mit Infektionserkrankungen gewarnt.

Da es keine Behandlungsmaßnahmen des Reye Syndroms gibt, sollte die Einnahme von Aspirin oder anderen acetylsalicylsäurehaltigen Medikamenten unbedingt vermieden werden.

 

Die Behandlung der Virusgrippe (Influenza)

Die Behandlung der Virusgrippe (Influenza) zielt im Wesentlichen auf die Linderung der Beschwerden ab. In manchen Fällen ist es jedoch notwendig, dass die Viruserkrankung direkt an der Wurzel gepackt wird und die ursächlichen Grippeviren mittels Medikamenten behandelt und bekämpft werden.

Die Behandlung der Virusgrippe soll verhindern, dass sich die Viren noch weiter ausbreiten und den Körper noch mehr schwächen, denn genau dies stellt die Hauptproblematik der Sekundärinfektionen dar. Erkrankte mit einem schweren Krankheitsverlauf sind sehr anfällig gegenüber einer zusätzlichen bakteriellen Infektion, so dass es bei Risiko-Patienten ratsam ist, die Grippeviren zu bekämpfen.

Zu den Risiko-Patienten gehören:

–        Frauen in der Schwangerschaft

–        Ältere Menschen

–        Menschen mit chronischen Herzerkrankungen oder Lungenerkrankungen

–        Menschen mit chronischen Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus)

–        Personen, die unter einem schwachen Immunsystem leiden (z.B. HIV)

–        Menschen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Rheuma)

Um das Risiko, das von der Virusgrippe Influenza ausgeht, möglichst gering zu halten, ist es ratsam, bereits bei den ersten Grippeanzeichen einen Arzt aufzusuchen.

Dies möchten wir Ihnen wärmsten empfehlen, denn der Arzt wird Ihnen Medikamente verordnen, die die Symptome der Grippe lindern werden und dafür sorgen werden, dass Sie sich etwas besser fühlen. Ihr Arzt wird Sie beraten, ob es in Ihrem Fall besser ist, die Grippeviren medikamentös zu bekämpfen oder ob es sinnvoller ist, allein die Symptome zu behandeln. Dies hängt im Wesentlichen von Ihrer körperlichen Verfassung und möglichen Vorerkrankungen ab.

Auch wenn es in den Apotheken zahlreiche rezeptfreie Medikamente gibt, die Ihre Grippesymptome lindern können, gehen Sie bitte lieber vorher zum Arzt und lassen sich untersuchen. Zu diesen frei verkäuflichen Arzneimitteln gehören beispielsweise fiebersenkende Medikamente, schleimhautabschwellende Mittel, Hustenstiller sowie abschwellende Nasentropfen- oder sprays.

Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie keinesfalls eigenhändig auf frei verkäufliche Arzneimittel zurückgreifen, sondern unbedingt einen Arzt aufsuchen. Verwenden Sie niemals Medikamente, die Acetylsalicylsäure (Aspirin) enthalten, lesen Sie hierzu unter „Risiko: Das Reye Syndrom“!

Verzichten Sie außerdem darauf, mehrere Arzneimittel durcheinander zu nehmen, da in einigen Mitteln Wirkstoffkombinationen enthalten sind, die sich mit den Wirkstoffen anderer Medikamente nicht vertragen.

 

Allgemeine Empfehlungen zur Virusgrippe (Influenza) und Hausmittel

Wenn Sie aufgrund Ihrer körperlichen Beschwerden einen Arzt aufsuchen, wird dieser Sie sicher mit den optimalen Medikamenten versorgen. Daneben gibt es jedoch einige Maßnahmen und Empfehlungen, die Ihnen dabei helfen, die Symptome der Virusgrippe Influenza zu lindern. Somit steht neben der Medikamentengabe die symptomatische Therapie an wichtigster Stelle. Körperliche Schonung und Bettruhe sind unbedingt angebracht, um ein schnelles ausheilen der Virusgrippe Influenza zu gewährleisten.

Nehmen Sie sich für die Genesungsphase ausreichend Zeit und meiden Sie körperliche Anstrengungen in den ersten Tagen nach der Genesung der Virusgrippe. Ihr Körper wird in den ersten Tagen noch Ruhe benötigen und Sie werden sich anfangs noch etwas geschwächt fühlen.

Pausieren Sie unbedingt mit dem Sport und beginnen Sie erst wieder, wenn Sie sich zumindest einige Tage wieder gesund fühlen und keine Beschwerden mehr haben.

Meiden Sie im Fall einer Virusgrippe jegliche Art der Anstrengung und achten Sie darauf, dass Sie möglichst viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Wasser und frisch zubereitete, warme Tees eignen sich hierzu am Besten. Ein frisch aufgebrühter Kräuter- oder Erkältungstee kann wahre Wunder bewirken. Gleiches gilt für Ingwertee, der zudem bei Halsschmerzen Linderung verschaffen kann.

Je nachdem, welche weiteren Symptome Ihnen Beschwerden bereiten, können auch weitere Behandlungsmaßnahmen zum Einsatz kommen. Bei Husten, Heiserkeit und der erhöhten Schleimproduktion sowie einer verstopften Nase, ist das Inhalieren sinnvoll. Für die Inhalationen eignen sich Zusätze wie Eukalyptus, ätherische Öle aus Latschenkiefer, Fichtennadeln, Kamille, Salzwasser und Salzlösungen.

Hierbei sollte man allerdings darauf achten, dass die Zusätze möglichst mild sind. Auf ätherische Öle sollten beispielsweise Asthma-Kranke und Kinder besser verzichten, da diese die Atemwege zu sehr reizen. Bei Asthmatikern können ätherische Öle einen Asthma-Anfall auslösen, so dass diese besser auf ein mildes Hausmittel zurückgreifen sollten.

Ebenso bieten sich bei Schnupfen und verstopfter Nase zusätzliche Nasenspülungen an. Hierbei sollte man die Bedienungsanleitung der Nasenspülung beachten und auf natürliche Zusatzpräparate wie Salz oder Meersalz zurückgreifen.

Und natürlich dürfen wir an dieser Stelle die guten, alten Hausmittel nicht vergessen zu erwähnen. Diese haben bereits unseren Großmüttern geholfen, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Um das Fieber zu senken, können kühle Wadenwickel zum Einsatz kommen.

 

Wadenwickel zur Linderung der Virusgrippe (Influenza)

Wadenwickel gelten als altes Hausmittel und stammen aus der Naturheilkunde. Sie zählen zu den bekanntesten Maßnahmen, um Fieber zu senken. Die Wadenwickel sollen das Fieber senken, indem überschüssige Wärme aus dem Körper gezogen wird. Dies geschieht im Prinzip wie beim Schwitzen, wobei überschüssige Wärme aus dem Körper abgeleitet wird und an der Luft verdunstet.

In der Naturheilkunde werden Wadenwickel auch bei anderen Erkrankungen wie Schlafstörungen, Krampfadern, Kopfschmerzen und Durchblutungsstörungen in den Beinen durchgeführt.

Grundsätzlich sollten Sie sich eines merken: Fieber wirkt bei Infekten heilend und hilft dabei Infektionen schnell zu bekämpfen. Temperaturen bis zu 39°C stellen für den Körper keineswegs eine Belastung dar, weshalb Wadenwickel auch erst bei sehr hohem Fieber über 39°C zum Einsatz kommen sollten. Auch finden sich unterschiedliche Arten des Fiebers. Wenn der Erkrankte eine Körpertemperatur von knapp 39°C hat und keine schwerwiegenden Beschwerden hat, reicht es völlig aus, wenn der Infekt bei körperlicher Schonung und Bettruhe auskuriert wird. Wenn der Erkrankte auch äußerlich vor Hitze glüht, sind Wadenwickel durchaus angebracht, um das Fieber zu senken und dem Patienten Linderung zu verschaffen.

Wichtig zu beachten ist, dass beim Anlegen der Wadenwickel keine Fehler gemacht werden. Hierzu sollte man wissen, dass das Fieber nicht allzu schnell gesenkt werden sollte, da dies eine hohe Belastung für den erkrankten Körper darstellt.

Fieber ab 39°C sollte in einem Zeitraum von 60 bis 90 Minuten um maximal 1 bis 1,5°C gesenkt werden, da es sonst zu Problemen mit dem Kreislauf kommen kann.

 

Wie werden Wadenwickel angelegt?

Obwohl die meisten unter Ihnen Wadenwickel kennen, werden nur wenige unter Ihnen sein, die wissen, wie Wadenwickel zum Fiebersenken korrekt angelegt werden.

Irrtümlicher Weise wird in der Regel angenommen, dass Wadenwickel mit kalten Wasser durchgeführt werden. Doch dies ist nicht richtig, vor allem nicht bei Erkrankten, die hohes Fieber haben, denn der Temperaturunterschied würde eine zu hohe Belastung für den Körper darstellen.

Im Folgenden eine Anleitung, wie Wadenwickel richtig durchgeführt werden.

Prüfen Sie im Vorfeld, ob der Erkrankte auch tatsächlich sehr warme Beine hat. Ist dies nicht der Fall, ist es ratsam, auf Wadenwickel zu verzichten, da es sonst passieren kann, dass der Erkrankte unterkühlt.

Legen Sie zunächst eine wasserfeste Unterlage unter die Unterschenkel des Erkrankten, um das Bett vor Feuchtigkeit zu schützen. Der Kranke sollte während der Anwendung auf dem Rücken im Bett liegen.

Anschließend werden auf der wasserfesten Unterlage zwei Außentücher ausgebreitet, die jeweils für den rechten und linken Unterschenkel gedacht sind. Diese können aus Wolle oder einem anderen, wärmenden Material bestehen. Die zweite Lage unter dem Wolltuch wird als Zwischentuch bezeichnet und sollte aus fester Baumwolle oder Leinen bestehen und jeweils etwas größer und dicker sein als das Außentuch. Die innere Lage besteht bestenfalls aus dünner Baumwolle oder Leinen. Geschirrhandtücher sind hierzu sehr gut geeignet. Bis auf das Innentuch können Sie alle Tücher für die Wadenwickel bereits in das Bett legen. Nun nehmen Sie eine Schüssel und füllen lauwarmes Wasser (ca. 30°C) hinein. Der Erkrankte liegt nun mit den Beinen auf den ausgelegten Tüchern, wobei nur die innere Schicht bei Ihnen verbleibt. Diese werden in das lauwarme Wasser getaucht und anschließend leicht ausgewrungen. Nun legen Sie den feuchten Wickel in die Mitte des Unterschenkels des Erkrankten, wickeln das Zwischentuch straff um das Innentuch herum und wickeln die Außentücher um die Zwischentücher. Die Gelenke bleiben hierbei frei.

Decken Sie den Erkrankten leicht zu, lassen allerdings die Beine frei, um die Verdunstung zu aktivieren. Die Wadenwickel sollten zwischen 20 und 30 Minuten belassen werden. Anschließend wird erneut Fieber gemessen. Achten Sie darauf, dass die Temperatur nicht um mehr als 1,5°C gesenkt wird. Falls die Wadenwickel nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, können Sie die Wadenwickel Anwendung nach etwa einer Stunde wiederholen. Wichtig ist, dass der Erkrankte auch nach erfolgreicher Wadenwickel Behandlung im Bett bleibt und sich konsequent schont. Auch wenn das Fieber nachgelassen hat, bedeutet dies nicht, dass der Infekt zurückgegangen ist. Das hohe Fieber ist lediglich ein Symptom der Virusgrippe Influenza.

 

Die Behandlung der Virusgrippe (Influenza) mit Virostatika

Virostatika sind Medikamente, die die Grippeviren aktiv bekämpfen. Je nach Schwere des Krankheitsverlaufes wird Ihr Hausarzt entscheiden, ob die Verordnung eines Virostatikums nötig ist oder ob auf symptomatische Maßnahmen oder andere Medikamente zurückgegriffen werden sollte. Keinesfalls sollten Sie Virostatika ohne vorherige Absprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Auch wenn Sie noch Medikamente von einer früheren Grippeerkrankung übrig haben, nehmen Sie diese bitte nicht ohne vorher mit Ihrem behandelnden Arzt gesprochen zu haben.

In der Regel werden Virostatika lediglich bei chronisch Kranken eingesetzt oder bei Menschen, bei denen ein besonders schwerer Verlauf zu erwarten ist.

Wenn Sie zu den Risikopatienten gehören und unter einer chronischen Krankheit leiden, ist es ratsam, dass Sie sich nach Krankheitsausbruch so schnell wie möglich an einen Arzt wenden. Wenn Sie ein Virostatikum einnehmen möchten, sollte die Therapie innerhalb der ersten 48 Stunden nach Ausbruch der Virusgrippe, begonnen werden. Nur auf diese Weise kann eine rasche Ausbreitung des Grippevirus vermieden werden und der Krankheitsverlauf kann auf diese Weise verkürzt werden. In einigen Fällen kann sich die Behandlung mit einem Virostatikum lohnen, da lebensgefährliche Komplikationen, besonders bei Risiko-Patienten, vermeiden werden können.

In einem vorherigen Artikel haben wir bereits darüber berichtet, dass bei der Virusgrippe Influenza die größte Gefahr von bakteriellen Sekundärinfektionen ausgeht. Da der Körper aufgrund der Grippesymptome bereits geschwächt ist, können bakterielle Infektionen eine zusätzliche Begleiterkrankung hervorrufen.

Die Einnahme eines gegen Viren wirkenden Medikamentes, der so genannten Virostatika, kann verhindern, dass sich Grippeviren stark ausbreiten, so dass bakterielle Sekundärinfektionen vermieden werden.

Bei den Virostatika wird heute meist auf so genannte Neuraminidasehemmer zurückgegriffen, die die Ausbreitung der Grippeviren im Körper hemmen. Hierzu gehören beispielsweise die Wirkstoffe Zanamivir und Oseltamivir. Wichtig zu wissen ist, dass diese Grippemedikamente wirksam gegen die Influenzaviren A und B sind, bei Virusgrippe Typ C jedoch keine Wirkung zeigen. Zanamivir wird in den Apotheken in Form von Pulver angeboten, das zum Inhalieren verwendet wird. Oseltamivir wird in Form von Tabletten angeboten. Allerdings sind beide Arzneimittel nicht frei von Nebenwirkungen.

Das Zanamivir Inhalationspulver kann zu einer krampfartigen Bronchienverengung führen. Dies trifft besonders häufig bei Menschen auf, die unter chronischen Lungenerkrankungen leiden. Das Oseltamivir hingegen löst bei rund 10% der Patienten eine Magen- und Darmverstimmung aus.

Neben diesen zwei, neueren Medikamenten gibt es außerdem den älteren Wirkstoff Amantadin, der zwar nicht zu den Neuraminidasehemmern zählt, sondern den so genannten zyklischen Aminen zugerechnet wird. Das Amantadin eignet sich nicht für die Behandlung der Virusgrippe B und C, sondern ist ausschließlich für die Therapie der Virusgrippe Influenza A geeignet. An dieser Stelle muss man jedoch sagen, dass die Behandlung mit Amantadin nicht besonders sinnvoll ist, da das Fieber lediglich um einen Tag verkürzt werden kann und die weiteren Krankheitssymptome beinahe unverändert vorhanden sind. Hinzu kommen erhebliche Nebenwirkungen, wie beispielsweise Durchfall, Depressionen sowie epileptische Anfälle.

Allein aus diesem Grund sollte man genau abwägen, ob die Einnahme des Wirkstoffes Amantadin sinnvoll ist oder ob man lieber die Symptome der Virusgrippe auf natürlichem Wege ausheilen möchte. Ob eine Therapie mit einem Virostatika sinnvoll ist oder nicht, sollte in jedem Fall der behandelnde Arzt entscheiden, da dieser auch Ihre Vorerkrankungen kennt und das Risiko von Sekundärinfektionen einschätzen kann.

 

Virusgrippe Influenza und Antibiotika

Normaler Weise ist die Behandlung mit Antibiotika bei allen Viruserkrankungen nicht sinnvoll, da die Wirkstoffe nicht auf die Bekämpfung von Viren ausgerichtet sind.

Dennoch wird bei Patienten, die an einer Virusgrippe Influenza erkrankt sind, recht häufig eine antibiotische Behandlung eingeleitet. Dies liegt darin begründet, dass bei der Virusgrippe zusätzliche bakterielle Infektionen auftreten können, die in geeigneter Weise behandelt werden müssen. Ein typisches Beispiel hierfür sind begleitende Sekundärinfektionen, wie bakterielle Lungenentzündungen, die bei chronischen Vorerkrankungen eine Gefahr darstellen. Um einen zweiten Infekt zu verhindern, ist es deshalb üblich, dass ein Antibiotikum als reine Vorsichtsmaßnahme verordnet wird, um den Verlauf der Virusgrippe durch eine Sekundärinfektion nicht unnötig zu verlängern.

Im Falle einer Virusgrippe Influenza sollte man bei Antibiotika-Therapien nicht allzu skeptisch sein und sich vor Augen halten, dass die Therapie vor lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie der Lungenentzündung (Pneumonie) oder der Herzmuskelentzündung (Myokarditis) schützen kann.

 

Virusgrippe Influenza während der Schwangerschaft

Wie wir in den vorangegangenen Artikeln erfahren haben, kann die Virusgrippe Influenza unterschiedlich schwer verlaufen. Dies ist auch während der Schwangerschaft der Fall, so dass der Krankheitsverlauf einer schwangeren Frau ordentlich zusetzen kann.

Die Infektion mit dem Grippevirus an sich, stellt kein Risiko für die Schwangerschaft und die Gesundheit des Babys dar. Problematisch sind auch nicht die Symptome der echten Grippe, wie beispielsweise Fieber, Schnupfen, Husten, Heiserkeit oder ähnliche, typische Anzeichen. Was jedoch auch für schwangere Frauen und das ungeborene Kind gefährlich werden kann, sind die Begleiterkrankungen, die sich in Form einer bakteriellen Sekundärinfektion äußern. Diese Folgeerkrankungen, wie Lungenentzündung (Pneumonie), Herzmuskelentzündung (Myokarditis) und Hirnhautentzündung (Meningitis), können mit schwerwiegenden Komplikationen einhergehen und bedeuten für Mutter und Kind ein hohes Risiko. Alle drei Erkrankungen kommen nicht selten als Todesursache in Form einer bakteriellen Sekundärinfektion in Betracht.

Frauen, die sich während der Schwangerschaft mit dem Grippevirus A, B oder C infizieren, können nicht auf Virostatika zurückgreifen und können somit die Ursache der Grippe und Ausbreitung der Viren nicht behandeln. Schwangere haben ausschließlich die Möglichkeit, die Symptome der Virusgrippe Influenza zu behandeln, wobei sie natürlich darauf achten sollten, möglichst alternative Methoden  und alte Hausmittel zu wählen.

Noch besser ist es jedoch, wenn sich Schwangere rechtzeitig gegen die Virusgrippe Influenza impfen lassen. Wurde der Zeitpunkt verpasst, kann die Grippeimpfung auch während der Schwangerschaft nachgeholt werden. Sollte es während der Schwangerschaft zu einer Grippe-Saison kommen, besteht die Möglichkeit, im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel eine Grippeimpfung durchführen zu lassen.

 

Grippeimpfung während der Schwangerschaft

Die Virusgrippe an sich hat keine schwerwiegenden Folgen für schwangere Frauen und das Baby. Weitaus schlimmer sind die Gefahren einer bakteriellen Sekundärinfektion, denn durch diese können Mutter und Kind schaden nehmen. Mit einer Lungenentzündung (Pneumonie), Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder Hirnhautentzündung (Meningitis) ist nicht zu spaßen, denn diese Erkrankungen können schwerwiegende Folgen haben.

Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) rät dazu, dass sich Schwangere während der Influenza-Saison (Dezember bis April) gegen die Virusgrippe impfen lassen, sofern sie sich im zweiten oder dritten Schwangerschaftsdrittel befinden. Dies wird empfohlen, da allein die Schwangerschaft eine große Belastung für den Körper darstellt. Würde der Körper durch eine Influenza zusätzlich geschwächt werden, könnte es bei der Geburt, im Wochenbett und während der Stillzeit zu Komplikationen kommen. Ebenso problematisch ist, dass während der Schwangerschaft die meisten Medikamente nicht verabreicht werden dürfen, so dass es zu einem verzögerten Verlauf der Krankheit kommen kann.

Auch die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts und der BVF raten Schwangeren, sich gegen die saisonale Virusgrippe impfen zu lassen.

Gesunde Frauen ohne Vorerkrankungen sollten sich ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel gegen Influenza impfen lassen. Schwangere Frauen mit chronischen Erkrankungen, wie beispielsweise Asthma bronchiale, können die Grippeimpfung bereits ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel vornehmen lassen.

In den Impfstoffen befinden sich keine lebenden Influenza-Erreger, so dass die Impfung für schwangere Frauen keine Gefahr darstellt.

Eine weitere wichtige Maßnahme, die leider häufig unbeachtet bleibt, ist die Impfung der Personen, die häufig Kontakt mit der Schwangeren oder nach der Geburt mit der Mutter und ihrem neugeborenen Baby hat. Ist das Umfeld der Schwangeren vor der Grippe geschützt, besteht keine Gefahr, das neugeborene Baby anzustecken.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die Grippeimpfung während der Schwangerschaft einen Schutz für das Baby darstellt, da die Mutter während der Schwangerschaft Antikörper gebildet hat, die sie über die Plazenta auf das Neugeborene abgegeben hat.

Die STIKO rät, die jährliche, saisonale Grippeimpfung gegen die Virusgrippe Influenza einmal im Jahr durchführen zu lassen. Die Impfung wirkt etwa 7-14 Tage nach der Injektion und bietet dann einen Schutz für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten.

Fragen Sie am Besten während der Grippe-Saison zwischen Dezember und April bei Ihrem behandelnden Arzt, ob ein Impfstoff gegen die aktuelle Virusgrippe vorliegt.

Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, er wird Sie sicher dazu ermutigen, sich gegen die Virusgrippe impfen zu lassen. Die Kosten für die Grippeimpfung werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

Verhalten im Erkrankungsfall

Trotz sorgfältigster Maßnahmen zum Schutz vor der Virusgrippe Influenza, besteht selbstverständlich immer die Gefahr, dass Sie sich mit dem Grippevirus infizieren und erkranken. Es ist utopisch, zu denken, man könne vor der Virusgrippe weglaufen.

Dennoch sollte man gewisse Vorkehrungen treffen, die einen Schutz vor der Virusgrippe darstellen. Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengetragen, die Sie beachten sollten, falls Sie selbst an der Grippe erkrankt sind. Durch diese Verhaltensregeln können Sie das Risiko verringern, dass Ihr gesamtes Umfeld von Ihnen angesteckt wird.

Wenn Sie die ersten Symptome bei sich feststellen, möchten wir Ihnen dringend raten, Ihren behandelnden Arzt aufzusuchen. Bereits jetzt können Sie vermeiden, dass Sie sämtliche Personen, die Ihnen begegnen, anstecken, indem Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt vereinbaren und sich erkundigen, ob dieser eine gesonderte Sprechstunde für Influenza-Patienten anbietet. Während der Grippe-Saison bieten zahlreiche Praxen diesen sinnvollen Service an. Auf diese Weise wird vermieden, dass an Grippe erkrankte sämtliche Personen im Wartezimmer anstecken.

Gleiches gilt für Kontakte im privaten Rahmen. Vermeiden Sie Besuche bei Ihren Freunden, Bekannten und Verwandten und gehen Sie möglichst nicht aus dem Haus. Auch wenn Ihre Virusgrippe bereits abklingt, sollten Sie sich möglichst zurückhalten und größere Menschenansammlungen meiden. Lassen Sie Ihre Einkäufe von einer anderen Person tätigen und meiden Sie den Supermark mit Rücksicht auf Ihre Mitmenschen.

Wenn sich Kontakte nicht vermeiden lassen, zum Beispiel mit Familienangehörigen oder bei Ihrem Arztbesuch, ist es ratsam, dass Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese können Sie zum kleinen Preis in jeder Apotheke oder gut geführten Drogerie kaufen.

Nehmen Sie Rücksicht auf Ihr Umfeld und vermeiden Sie persönlichen Kontakt insbesondere zu Säuglingen, Kindern, älteren Menschen, Schwangeren und Personen mit schweren chronischen Erkrankungen.

Wenn Sie sich selber, Ihren Angehörigen und dem Verlauf Ihrer Virusgrippe einen Gefallen tun möchten, sollten Sie das Bett hüten und jede Art der Anstrengung meiden.

Achten Sie darauf, dass Sie möglichst viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Wählen Sie am Besten warme Getränke wie Kräutertees, Milch mit Honig, Wasser und vitaminhaltige Säfte. Essen Sie viel Obst und achten Sie auf eine gesunde Lebensführung.

Hierzu gehört natürlich auch, dass Sie während Ihrer Virusgrippe nicht rauchen. Achten Sie in Ihrem Schlafzimmer auf eine ausreichende Belüftung und sorgen Sie regelmäßig für Frischluft.

Ebenso sollten sich Familienangehörige, die den Influenza-Kranken pflegen, ausreichend schützen. Der Mund-Nasen-Schutz sollte selbstverständlich sein und nach jedem Kontakt mit dem Erkrankten sollte das gründliche Händewaschen an erster Stelle stehen.

Benutzte Taschentücher sollten auf keinen Fall offen herumliegen, sondern sollten direkt nach dem Gebrauch in einer verschließbaren Tüte in einem geschlossenen Abfallbehälter entsorgt werden.

Auch im Haushalt sollte vermehrt auf die gründliche Hygiene geachtet werden. Bereiche, die der Erkrankte berührt hat, wie zum Beispiel Sanitäreinrichtungen, Türgriffe oder das Telefon, sind bestenfalls mit Desinfektionsmitteln zu reinigen.

Außerdem sollte der Erkrankte gesondertes Geschirr sowie Besteck verwenden und im Badezimmer eigene Handtücher verwenden, die von keinem anderen benutzt werden.

Im Falle einer Grippewelle werden in Funk und Fernsehen üblicher Weise regelmäßige Informationen und Empfehlungen gesendet, die den aktuellen Stand der Grippewelle beschreibt. Um auf dem Laufenden zu bleiben, lohnt es sich, auf derartige Meldungen zu achten und die Ratschläge zu befolgen.

 

Virusgrippe Influenza vorbeugen

In erster Linie ist die Grippeschutzimpfung die sinnvollste Maßnahme, um einer Virusgrippe Influenza vorzubeugen. Wenn Sie den optimalen Impfzeitraum zwischen Oktober und Dezember verpasst haben, sollten Sie sich an einigen Verhaltensregeln orientieren, die einen gewissen Schutz vor der Virusgrippe Influenza bieten. Die Hygiene spielt beim Vorbeugen der Virusgrippe die wichtigste Rolle.

Meiden Sie während der Grippesaison große Menschenansammlungen sowie den engen Kontakt zu anderen Personen. Wenn Sie beispielsweise Ihren Hausarzt aufsuchen, wenn bereits bekannt ist, dass aktuell eine Grippewelle im Umlauf ist und es viele Erkrankte in Ihrem Wohnort gibt, fragen Sie vor Ihrem Arztbesuch, ob Sie an einem anderen Platz als im Wartezimmer warten können. Da die Virusgrippe Influenza in den meisten Fällen durch  eine Tröpfcheninfektion übertragen wird, sollte man es grundsätzlich vermeiden, andere Menschen anzuhusten oder anzuniesen. Auch das Niesen in die Hände stellt eine hohe Infektionsgefahr dar. Besser ist es, in den Ärmel oder in ein festes Taschentuch zu niesen, so dass die Viren keinen Kontakt mit den Händen haben.

Benutzen Sie während der Grippeerkrankung unbedingt Einmaltaschentücher, die Sie nach dem Gebrauch direkt entsorgen. Stofftaschentücher, die sich zum Waschen eignen, sollten während der Virusgrippe Influenza nicht verwendet werden.

Vermeiden Sie möglichst das Händeschütteln, denn auf diese Weise werden die Viren sehr häufig übertragen. Waschen Sie sich so oft wie möglich die Hände, besonders dann, wenn sie Türklinken, Rolltreppen oder Ähnliches benutzt haben. Gleiches gilt natürlich, wenn Sie Jemanden die Hand geschüttelt haben. Infektionen auf diesem Wege mit dem Grippevirus werden zu den Schmierinfektionen gezählt, die nach den Tröpfcheninfektionen das größte Ansteckungsrisiko darstellen. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, sich sofort die Hände zu waschen, achten Sie darauf, dass Sie sich nicht am Mund, der Nase und den Augen berühren, denn auch hierbei besteht ein hohes Ansteckungsrisiko.

Das Risiko, sich mit der Virusgrippe Influenza zu infizieren, ist natürlich besonders hoch, wenn Sie ständigen Kontakt zu vielen Menschen haben. Dies trifft beispielsweise auf Berufsgruppen zu, die häufig mit einer großen Anzahl an Menschen zu tun haben, zum Beispiel Pflegepersonal in Altenheimen, Krankenhäusern, Arztpraxen aber auch Berufstätige, die im Verkauf tätig sind.

Um eine Ansteckung mit dem Grippevirus zu vermeiden, ist es für diesen Personenkreis deshalb ratsam, frühzeitig eine Grippeimpfung durchführen zu lassen. Lesen Sie hierzu auch in einem folgenden Kapitel über die Risiko-Gruppen, bei denen eine Grippeschutzimpfung aus medizinischer Sicht ebenfalls sinnvoll ist.

 

Vorbeugen Grippeschutzimpfung

Einer Virusgrippe Influenza können Sie am Besten und einfachsten durch eine Grippeschutzimpfung vorbeugen. Hierbei sollten Sie allerdings bedenken, dass die Grippeimpfung jedes Jahr erneuert werden muss, da sich die Struktur der Grippeviren laufend ändert und die Schutzimpfung somit nur für eine Grippesaison einen ausreichenden Schutz bietet. Die Grippeschutzimpfung sollte möglichst frühzeitig, noch vor Beginn der ersten Grippewelle, erfolgen. Fragen Sie am Besten ab Oktober bei Ihrem behandelnden Hausarzt, ob er bereits Grippeschutzimpfungen der laufenden Grippesaison vorrätig hat. Der beste Zeitpunkt für die Grippeimpfung liegt zwischen Oktober und Dezember, kann unter Umständen aber auch später erfolgen, sofern die Grippewelle verspätet einsetzt. Fragen Sie im Zweifelsfall, beispielsweise wenn Sie den optimalen Impftermin verpasst haben, bei Ihrem Hausarzt nach. Hierbei gilt es ebenso zu bedenken, dass es nach der Impfung bis zu 14 Tage dauern kann, bis ein vollständiger Impfschutz besteht. Deshalb ist es nicht ratsam, die Grippeimpfung erst dann durchführen zu lassen, wenn bereits bekannt ist, dass eine Grippewelle im Anzug ist.

An dieser Stelle möchten wir Sie allerdings auch darauf aufmerksam machen, dass die Grippeschutzimpfung ausschließlich einen vorbeugenden Schutz vor der Virusgrippe Influenza bietet. Grippale Infekte und Erkältungskrankheiten oder Husten können durch eine Grippeschutzimpfung nicht verhindert werden.

Die von der STIKO empfohlenen Grippeimpfstoffe stellen jedoch einen zusätzlichen Schutz vor unterschiedlichen Grippeviren dar, so enthalten aktuelle Impfstoffe auch Teile des Schweinegrippe-Virus und schützen ebenfalls vor der Schweinegrippe.

Die verfügbaren Grippeimpfstoffe sind so genannte Totimpfstoffe, das heißt, dass sie keine lebenden Grippeviren beinhalten. Die abgetöteten Grippeviren bewirken eine Anregung des Immunsystems, so dass Antikörper gegen die Virusgrippe Influenza gebildet werden.

Da es sich um Totimpfstoffe handelt, können auch Frauen während der Schwangerschaft gegen die Virusgrippe geimpft werden.

 

Risiko-Gruppen: Wer sollte sich gegen die Virusgrippe Influenza impfen lassen?

Zu den Risiko-Gruppen gehören Personen, für die eine Virusgrippe Influenza eine Gefahr darstellen würde. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise ältere Menschen, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben. Sie könnten durch eine Virusgrippe so schwer geschwächt werden, dass sie sich nicht wieder von der Erkrankung erholen würden. Zu der Risiko-Gruppe gehören auch Frauen ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Bestehen andere Grunderkrankungen kann die Grippeimpfung auch im ersten Schwangerschaftsdrittel vorgenommen werden. Es wird empfohlen, den behandelnden Frauenarzt um Rat zu bitten.

Ebenso sollten Kinder, Jugendliche und Erwachsene gegen die Virusgrippe Influenza geimpft werden, wenn chronische Grunderkrankungen bestehen. Hierzu gehören chronische Erkrankungen der Nieren, Leber, Herz- und Kreislauf, Lungen sowie Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus), chronische neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) und HIV.

Allein aufgrund des Alters wegen, sollten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen grundsätzlich frühzeitig gegen die Virusgrippe Influenza geimpft werden. Nur so kann eine rasche Ausbreitung der schweren Erkrankung verhindert werden.

Um eine Ansteckung zu vermeiden, sollten sich Pflegekräfte und medizinisches Personal in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Arztpraxen ebenfalls gegen die Grippe impfen lassen.

Grundsätzlich sollte beachtet werden, dass Grippeschutzimpfungen während einer Erkältungskrankheit, fieberhaften Infektes oder Husten, vermieden werden sollte. Dies würde eine zu große Belastung für den Körper darstellen.

Auch Menschen, die unter einer schweren Hühnereiweißallergie leiden, sollten nicht mit dem Grippeimpfstoff versorgt werden, da der Impfstoff geringe Spuren enthält, die für eine schwere allergische Reaktion sorgen können.

 

Impfschutz bei Kindern

Auch für Kinder stellt die Infektion mit dem Grippevirus ein hohes Risiko dar. Deshalb ist es ratsam, dass auch sie mit dem Grippeimpfstoff versorgt werden. Bereits ab dem 6. Lebensmonat können Säuglinge gegen die Virusgrippe Influenza geimpft werden. Kinder ab dem 6. Lebensmonat bis zum 3. Lebensjahr erhalten die halbe Impfdosis eines Erwachsenen. Bei Kindern, die nie zuvor gegen die Virusgrippe geimpft wurden, ist es nötig, das einen Monat nach der Erstimpfung eine Folgeimpfung durchgeführt wird, um einen vollen Impfschutz gewährleisten zu können. Nach heutigem Wissensstand ist es sinnvoll, dass Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr zweimal mit dem Grippeimpfstoff versorgt werden. Nach dem vollendeten sechsten Lebensjahr ist es völlig ausreichend, wenn eine einmalige Grippeimpfung in den Herbstmonaten erfolgt.

Üblicher Weise wird der Impfstoff bei Kleinkindern und Säuglingen in die Oberschenkelmuskulatur verabreicht, bei Kindern über sechs Jahre und Erwachsenen wird der Grippeimpfstoff in den Oberarmmuskel injiziert.

 

Impfkomplikationen und Nebenwirkungen der Grippeschutzimpfung

Wie bei jedem Medikament kann es auch nach der Injektion des Grippeimpfstoffes zu leichten Komplikationen und Nebenwirkungen kommen. In der Regel sind diese völlig harmlos, im Zweifelsfall sollten Sie Ihren behandelnden Arzt kontaktieren und sich erkundigen, ob die Impfreaktion einem normalen Verlauf entspricht oder nicht.

Die Grippeimpfung ist nicht sonderlich schmerzhaft. Bei der Injektion kann es lediglich zu einem leichten Brennen sowie einem Druckgefühl kommen. Dies ist jedoch völlig normal und ist auch bei anderen Impfungen, beispielsweise bei der Tetanus-Impfung, üblich.

Nach der Injektion kann es zu einer Rötung und Schwellung der Impfstelle kommen. Es kann einige Tage dauern, bis diese Impfreaktion wieder vollständig zurückgegangen ist. Ebenso kann es vorkommen, dass die Impfstelle für einige Tage leicht druckempfindlich ist. Neben diesen leichten Impfreaktionen kann es zudem zu einer leichten Abgeschlagenheit und Schwäche kommen, da das Immunsystem gefordert wird und der Körper mit der Bildung der Antikörper beschäftigt ist. In einigen, eher seltenen Fällen, kann es zu einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur kommen, die den Symptomen eines leichten fieberhaften Infektes nahe kommt. Wenn Sie derartige Nebenwirkungen nach der Grippeschutzimpfung bemerken, besteht kein Grund zur Sorge.

Schwere Komplikationen sind im Anschluss an die Grippeimpfung nicht zu erwarten, da es sich bei dem Impfstoff um einen Totimpfstoff handelt, der ausgesprochen sicher ist.

In sehr seltenen Fällen kann die Grippeschutzimpfung eine allergische Reaktion hervorrufen, die sich in Form eines Nesselfiebers bemerkbar macht. Sollten Sie derartige Nebenwirkungen bemerken, ist es ratsam, Ihre behandelnden Arzt zu kontaktieren. Diese Komplikation kann auf eine mögliche allergische Reaktion, zum Beispiel auf Hühnereiweiß, zurückgehen.

 

Worauf sollte am Tag der Grippeschutzimpfung geachtet werden?

Die Grippeschutzimpfung stellt eine leichte Herausforderung für den Körper dar, da Antikörper gebildet werden müssen, so dass das Immunsystem nach der Impfung gefordert wird. Auch wenn es sich um einen Totimpfstoff handelt, werden dem Körper Antigene des Grippevirus zugeführt, gegen die das Immunsystem Abwehrstoffe produzieren muss.

Deshalb ist es wichtig, das am Tag der Grippeschutzimpfung einige Verhaltensregeln beachtet werden, um dem Körper keine unnötigen Stress zuzufügen.

Ganz wichtig ist, dass zum Zeitpunkt der Grippeimpfung keine Erkältung, Husten oder ein grippaler Infekt bestehen. Dies könnte eine zu hohe Belastung für den Körper darstellen, da das körpereigene Abwehrsystem bereits mit dem Infekt beschäftigt ist.

Deshalb ist es wichtig, dass die Grippeimpfung ausschließlich bei Personen durchgeführt wird, bei denen kein Infekt vorliegt.

Außerdem ist es ratsam, sich am Tag der Grippeimpfung körperlich zu schonen. Schwere körperliche Arbeit oder Sport sollten an diesem Tag gemieden werden. Gönnen Sie sich ein wenig Ruhe und lassen Sie sich am Besten nach Feierabend von Ihrem Hausarzt gegen die Virusgrippe Influenza impfen.

Bedenken Sie auch, dass Sie sich nach der Grippeimpfung etwas matt fühlen können und eventuell leichtes Fieber entwickeln. Es ist ratsam, die Impfung nicht dann vornehmen zu lassen, wenn Sie am folgenden Tag einen wichtigen Termin haben, da es möglich ist, dass Sie sich einen Tag nach der Impfung etwas schlechter fühlen als gewöhnlich.

Allerdings müssen wir an dieser Stelle mit einem landläufigen Irrtum aufräumen, der besagt, von der Grippeschutzimpfung würde man erst recht an der Grippe erkranken.

Fakt ist, dass es Personen gibt, die empfindlich auf die Grippeschutzimpfung reagieren und sich in den folgenden Tagen nach der Impfung nicht gut fühlen. Es kommt jedoch häufig vor, dass geimpfte Personen direkt nach der Grippeschutzimpfung einen grippalen Infekt durchmachen. Dies hat allerdings nichts mit der Grippeimpfung zu tun, denn selbstverständlich können auch geimpfte Personen an einem Infekt erkranken. Die Grippeschutzimpfung schützt ausschließlich vor der Virusgrippe Influenza, keineswegs vor grippalen Infekten, Husten oder Schnupfen. Treten diverse Symptome von Erkältungskrankheiten direkt nach der Grippeschutzimpfung auf, ist dies reiner Zufall.

 

Virusgrippe Influenza: Tipps für den Arbeitgeber

Die Virusgrippe Influenza richtet für Arbeitgeber jedes Jahr einen hohen wirtschaftlichen Schaden an. Laut einer Schweizer Studie verursachte ein Grippevirus im Jahre 1996 einen Schaden in Höhe von 2,55 Milliarden Euro. 90% der Kosten kamen durch die Arbeitsunfähigkeit der Berufstätigen zustande.

Gerade deshalb möchten wir den Arbeitgebern unter Ihnen einen dringenden Rat ans Herz legen und können Ihnen wärmstens empfehlen, dass Sie Ihren Mitarbeitern jedes Jahr zu einer Grippeschutzimpfung raten. Besonders dann, wenn in Ihrem Betrieb eine Vielzahl Angestellter tätig sind oder Ihre Arbeitskräfte Kontakt zu Kunden oder Patienten haben. Für diese Gruppen besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko, so dass es in Ihrem Betrieb zu zahlreichen Grippefällen kommen kann, die Ihrer Firma einen hohen wirtschaftlichen Schaden zufügen können. Wenn Sie hohe Ausfallzeiten aufgrund von Grippeerkrankungen vermeiden möchten, sollten Sie Ihre Mitarbeiter zu einer alljährlichen Grippeschutzimpfung motivieren.

Influenza Grippeviren.


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